Du musst keine Fachsprache beherrschen. Einige präzise Begriffe helfen dir, die sichtbare Struktur zu beschreiben, Unterschiede zu verstehen und im Salon die richtigen Fragen zu stellen.
Begriffe
33
Kategorien
05
Regel
Beschreiben, nicht vorschreiben
LIES DEN UNTERSCHIED
Kontur beschreibt die Außenlinie. Stufen beschreiben, wie Länge und Gewicht innen laufen.
DER ARBEITSINDEX
Finde das Wort hinter der Form.
33 Begriffe sichtbar
01Haar & Alltag
Luftgetrocknete Form
So fällt dein Haar nach dem Trocknen an der Luft – ohne Föhn, Glätteisen oder Lockenstab. Dieser Zustand zeigt besonders gut, ob ein Schnitt auch mit deiner natürlichen Haarstruktur und deiner üblichen Routine funktioniert.
So kannst du es im Salon sagen„Können wir beurteilen, wie der Schnitt aussieht, wenn ich mein Haar einfach an der Luft trocknen lasse?“
Die untere Schnittkante, besonders gut sichtbar bei einem Bob. Eine geschlossene Grundlinie lässt die Spitzen voller und den Schnitt präziser wirken. Eine weichere Linie sieht lockerer aus und wächst oft unauffälliger heraus.
So kannst du es im Salon sagen„Die Spitzen sollen voll wirken, aber die Kante darf ruhig etwas weicher sein.“
Ein Pony mit einer klaren, geraden Schnittkante. Wie dicht er wirkt, hängt nicht nur vom Schnitt ab, sondern auch davon, wie breit die abgeteilte Partie ist und wo der Pony im trockenen Zustand endet.
So kannst du es im Salon sagen„Zeig mir die geplante Breite und den trockenen Fallpunkt, bevor wir entscheiden, wie stark die Linie sein soll.“
Ein kurzer bis mittellanger Schnitt, der etwa zwischen Ohr und Schultern enden kann. Ein Bob ist keine einzige Schnitttechnik: Er kann gerade, gestuft, nach vorn länger oder an Locken angepasst sein.
So kannst du es im Salon sagen„Diese Länge gefällt mir. Wie müsste der Bob geschnitten werden, damit er mit meiner Haarstruktur funktioniert?“
Ein Pony, der in der Mitte schmaler und meist kürzer ist und seitlich in längere Partien übergeht. Weil Fotos sehr unterschiedliche Varianten zeigen, solltest du die gewünschte Länge und Breite genau benennen.
So kannst du es im Salon sagen„Ich mag die schmale Mitte und die längeren Seiten in diesem Bild, aber der kürzeste Punkt soll unter meinen Brauen bleiben.“
Ein langer Stufenschnitt mit deutlich kürzeren Partien am Gesicht. Das typische, weit nach außen fallende Volumen entsteht oft erst durch Rundbürste oder Wickler. Vergleiche deshalb den Schnitt auch ohne dieses Styling.
So kannst du es im Salon sagen„Wie viel dieser Bewegung kommt vom Schnitt, und wie viel muss ich mit Styling erzeugen?“
Ein Schnitt, dessen Spitzen ungefähr auf Höhe des Schlüsselbeins enden. Ob sie knapp über, auf oder unter der Schulter liegen, beeinflusst, wie sie sich biegen und ob sich die Haare noch zusammenbinden lassen.
So kannst du es im Salon sagen„Können wir die trockene Länge danach wählen, wie die Spitzen meine Schultern treffen – nicht nach dem Trendnamen allein?“
Eine kurze Notiz für das Gespräch im Salon: Was soll sich ändern, welche Länge muss bleiben und wie stylst du dein Haar normalerweise? Damit kann dein Friseur den Wunsch an dein tatsächliches Haar anpassen.
So kannst du es im Salon sagen„Das möchte ich ändern. Diese Länge muss bleiben, und so trage ich mein Haar im Alltag.“
Kürzere Stufen am oberen Hinterkopf oder am Scheitel. Sie können Volumen und Bewegung schaffen, bei manchen Haarstrukturen aber auch abstehen oder unerwünschte Breite erzeugen.
So kannst du es im Salon sagen„Wo würde die kürzeste Oberkopf-Stufe trocken sitzen, und was macht sie ohne Blowout?“
Ein Pony, der sich in der Mitte oder leicht seitlich öffnet und in längere Partien übergeht. Er kann kurz über den Brauen oder deutlich länger bis zu den Wangenknochen reichen.
So kannst du es im Salon sagen„Ich will, dass sich die Mitte leicht öffnet und die Seiten hier anschließen; wie breit sollte die Partie sein?“
Die Anzahl der Haare auf einer bestimmten Fläche der Kopfhaut. Haardichte ist nicht dasselbe wie die Dicke eines einzelnen Haares. Sie beeinflusst, wie voll Pony, Stufen und Spitzen wirken.
So kannst du es im Salon sagen„Wo können wir Stufen einarbeiten, ohne dass Pony oder Spitzen zu dünn wirken?“
Ein deutlicher Längenunterschied zwischen zwei Haarpartien, die nicht weich ineinander übergehen. Das kann gewollt und ausdrucksstark wirken, beim Herauswachsen aber stärker auffallen.
So kannst du es im Salon sagen„Ist dieser kürzere Bereich mit der Länge verbunden, und wie sieht der Unterschied aus, wenn beide Partien wachsen?“
Beim Schneiden wird eine Strähne in einem bestimmten Winkel vom Kopf abgehoben. Der Winkel beeinflusst Stufen und Fülle. Du musst ihn nicht vorgeben – beschreibe lieber, wo du Bewegung oder volle Spitzen möchtest.
So kannst du es im Salon sagen„Ich will hier Bewegung, während unten visuell voll bleibt – welcher Stufenplan trägt das?“
Kürzere Partien vorne, die das Gesicht umrahmen. Wie auffällig sie sind, hängt von der kürzesten Länge, der Breite der Partie und dem Übergang zu den restlichen Haaren ab.
So kannst du es im Salon sagen„Halt die kürzeste Partie an diesem Punkt und genug Länge, damit jede vordere Partie sich zurückstecken lässt.“
Eine abgeteilte Haarpartie, die über oder seitlich an der Stirn liegt. Wie ein Pony fällt, hängt vor allem von seiner Breite und trockenen Länge sowie von Haaransatz und Wirbeln ab.
So kannst du es im Salon sagen„Zeig mir, wie viel Haar in den Pony geht und wo der kürzeste Punkt trocken sitzt.“
Eine Schnitttechnik, bei der kürzere Haare längere Partien stützen und so Fülle an einer bestimmten Stelle aufbauen. Das sieht man zum Beispiel bei Bobs mit Volumen am Hinterkopf.
So kannst du es im Salon sagen„Ich mag die Fülle in dieser Form – wo ist sie gebaut, und funktioniert diese Platzierung mit meiner natürlichen Textur?“
Die natürliche Richtung, in der dein Haar wächst. Besonders Wirbel am Haaransatz, Oberkopf und Nacken beeinflussen, ob kurze Partien flach liegen, abstehen oder sich teilen.
So kannst du es im Salon sagen„Können wir Vorderbereich und Oberkopf trocken ansehen, bevor wir die kürzeste Länge wählen?“
Die Fülle im Inneren eines Schnitts, nicht an seiner äußeren Kante. Bei dichtem Haar kann sie gezielt reduziert werden, damit die Form beweglicher wird – ohne die Spitzen unnötig dünn zu schneiden.
So kannst du es im Salon sagen„Wo nimmst du Gewicht raus, und welche Teile der Kontur bleiben visuell voll?“
Die Anordnung der Stufen: Wo beginnt die kürzeste Partie, wie geht sie in die längeren Haare über und an welcher Stelle entsteht Volumen? Zwei gleich lange Schnitte können dadurch völlig unterschiedlich aussehen.
So kannst du es im Salon sagen„Zeig mir die kürzeste Stufe, wo sie anschließt und wie viel Gewicht darunter bleibt.“
Kurz für „Long Bob“: ein längerer Bob, der meist zwischen Nacken und Schlüsselbein endet. Die genaue Länge entscheidet mit darüber, ob die Spitzen auf der Schulter nach außen kippen und ob ein Zopf möglich ist.
So kannst du es im Salon sagen„Ich will einen Lob, der sich noch zusammenbinden lässt; wo müssen Vorderbereich und Kontur trocken landen?“
Stufen, die erst weiter unten beginnen oder sich nur wenig von der Gesamtlänge unterscheiden. Sie bringen Bewegung ins Haar, während die Spitzen meist voller bleiben und sich das Haar leichter zusammenbinden lässt.
So kannst du es im Salon sagen„Ich will Bewegung ohne großen Abstand zwischen kürzester Stufe und Kontur.“
Die Zeit, in der ein Schnitt gut sitzt, bevor einzelne Bereiche nachgeschnitten werden müssen. Oft verliert zuerst der Pony, die Nackenpartie oder eine sehr genaue Schnittkante ihre Form.
So kannst du es im Salon sagen„Welche Partie wird zuerst einen Nachschnitt brauchen, und wann ungefähr?“
Die äußere Form eines Haarschnitts, besonders die Linie der Spitzen und Seiten. Eine geschlossene Kontur wirkt meist voller; eine gestufte oder aufgelockerte Kante weicher.
So kannst du es im Salon sagen„Ich mag die Bewegung, aber die äußere Kante soll voll bleiben, wenn das Haar glatt oder luftgetrocknet ist.“
Ein kurzer Haarschnitt mit vielen Varianten: eng anliegend oder weich und länger, mit kurzem oder langem Pony. Für den Alltag ist wichtiger, wo Länge bleibt, als dass der Schnitt „Pixie“ heißt.
So kannst du es im Salon sagen„Welche Bereiche können länger bleiben, damit die erste Version mehr Styling und Herauswachsen hat?“
Ein deutlich gestufter Schnitt mit viel Bewegung, oft mit kürzeren Partien am Oberkopf und ums Gesicht. Wie stark die Spitzen ausgedünnt werden und ob ein Pony dazugehört, unterscheidet sich von Foto zu Foto.
So kannst du es im Salon sagen„Ich mag die Oberkopf-Bewegung, aber wie viel Fülle kann durch die untere Kontur bleiben?“
Stufen, die weit oben beginnen und sich deutlich von den längsten Haaren unterscheiden. Sie schaffen sichtbare Bewegung, können den Spitzen aber Fülle nehmen oder bei manchen Haarstrukturen zusätzliche Breite erzeugen.
So kannst du es im Salon sagen„Wo landet die kürzeste Stufe trocken, und was passiert mit der Fülle in den Spitzen?“
Der Unterschied zwischen der Länge einer nassen oder gestreckten Strähne und ihrer Länge im trockenen, natürlichen Zustand. Locken schrumpfen nicht überall gleich stark; deshalb sollten die kürzesten Partien trocken beurteilt werden.
So kannst du es im Salon sagen„Wähl die kürzesten Partien von ihrer trockenen Position und berücksichtige die Bereiche, die am stärksten springen.“
Die Gesamtform eines Haarschnitts: zum Beispiel rund, kompakt, breit oder länglich. Sie lässt sich auf Referenzfotos oft leichter vergleichen als einzelne Stufen oder Stylingdetails.
So kannst du es im Salon sagen„Ich will diese Gesamtform, bin aber offen, die innere Technik für mein Haar zu ändern.“
Die Dicke eines einzelnen Haares – fein, mittel oder kräftig. Das ist etwas anderes als Haardichte: Du kannst viele feine Haare oder wenige kräftige Haare haben.
So kannst du es im Salon sagen„Sind meine einzelnen Haare fein oder habe ich insgesamt wenig Haar? Was bedeutet das für Stufen und Ausdünnen?“
Ein Sammelbegriff für Schnitttechniken, die Haare leichter, weicher oder beweglicher wirken lassen. Entscheidend ist, wo genau texturiert wird und ob die Spitzen dabei ihre Fülle behalten.
So kannst du es im Salon sagen„Wo würden Sie das Haar auflockern? Bleiben die Spitzen dabei voll, und wie sieht der Schnitt beim Herauswachsen aus?“
Der Bereich eines Schnitts, in dem sich besonders viel Fülle sammelt. Bei einem Bob kann diese Linie für Rundung oder eine markante Form sorgen. Wichtiger als der Fachbegriff ist, wo diese Fülle sitzen soll.
So kannst du es im Salon sagen„Ich mag, wo diese Form am vollsten wirkt – können wir dieses Gewicht an einer ähnlichen trockenen Position setzen?“
Ein leichter Pony, durch den die Stirn stellenweise sichtbar bleibt. Das kann durch eine schmalere Pony-Partie, weich geschnittene Spitzen oder Styling entstehen. Die jeweilige Variante wächst anders heraus.
So kannst du es im Salon sagen„Ich will sichtbaren Raum durch den Pony, ohne dass die Mitte zufällig oder zu spärlich wirkt.“
Ein stark gestufter Schnitt mit viel Bewegung am Oberkopf und meist leichteren Spitzen. Manche Varianten ähneln einem Shag, andere lassen deutlich mehr Länge hinten. Vergleiche deshalb die konkrete Form statt nur den Namen.
So kannst du es im Salon sagen„Welcher Teil dieser Referenz lässt ihn wie einen Wolf Cut wirken, und können wir mehr Gewicht in der Kontur halten?“
Vokabular soll das Gespräch verbessern – nicht Expertise ersetzen.
Techniknamen unterscheiden sich zwischen Stylisten, Ausbildungssystemen, Texturen und Regionen. Nutze diese Definitionen, um das sichtbare Ergebnis und das gewünschte Verhalten zu beschreiben. Lass die Fachperson am Haar die sicherste Technik wählen und erklären.